Was gehört zu einem Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk ist eine kompakte Solaranlage, die Sonnenlicht in elektrische Energie umwandelt. Die Solarmodule sind die sichtbare Fläche, die das Licht aufnimmt. Sie erzeugen Gleichstrom. Ein Wechselrichter wandelt diesen in Wechselstrom um, den dein Haushalt nutzen kann. Kabel verbinden die Komponenten; eine geeignete Unterkonstruktion hält die Module am Standort.
Bei unseren Grundsets sind zwei Luxen N5 Full-Black-Module mit jeweils 450 Wp enthalten. Das Set ohne Speicher nutzt einen Hoymiles HMS-800-2WB. Die Speicher-Sets kombinieren die Module mit einer Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro und wahlweise einem Smart Meter. Die Halterung wird passend zum Standort direkt beim Set ausgewählt.
Wp, W und kWh: drei Angaben, drei Bedeutungen.
Die Angabe Wp steht für Watt Peak. Sie beschreibt die Nennleistung eines Solarmoduls unter festgelegten Testbedingungen. Zwei Module mit jeweils 450 Wp ergeben zusammen 900 Wp. Das bedeutet nicht, dass die Anlage zu jeder Tageszeit 900 Watt liefert: Sonnenstand, Wolken, Temperatur und Schatten verändern die tatsächliche Leistung.
Watt beschreibt eine Leistung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Kilowattstunden beschreiben dagegen eine Energiemenge über eine Zeitspanne. Würde ein Gerät eine Stunde lang konstant 100 Watt verbrauchen, entspräche das 0,1 kWh. Deshalb werden Batteriekapazitäten in kWh angegeben. Die Modul- und die Wechselrichterleistung betreffen unterschiedliche Komponenten und sollten beim Vergleichen getrennt betrachtet werden.
Was passiert mit dem erzeugten Strom?
Am besten passt die Erzeugung zu dem Strom, den du zur gleichen Zeit zu Hause brauchst. Geräte im laufenden Betrieb können dann einen Teil ihres Bedarfs mit der erzeugten Solarenergie decken. Wie viel das ist, hängt vom tatsächlichen Zusammenspiel aus Erzeugung und Verbrauch ab. Ein sonniger Standort allein sagt deshalb noch wenig über deine spätere Ersparnis aus.
Ein Speicher ergänzt dieses Zusammenspiel: Er kann Energie aufnehmen, die gerade nicht benötigt wird, und sie später bereitstellen. Dafür müssen passende Überschüsse entstehen. Die Batteriekapazität sollte zu diesen Überschüssen und zum späteren Verbrauch passen. Ein größeres Modell ist daher eine Auswahlfrage, keine pauschale Empfehlung.
Diese vier Punkte klärst du vor der Auswahl.
Beginne bei deinem Zuhause. Ein gut gewählter Standort und ein vollständiger Blick auf die benötigten Komponenten helfen mehr als der Vergleich einzelner Zahlen.
- Platz: Welche Fläche steht den beiden Modulen tatsächlich zur Verfügung?
- Licht: Wo entstehen Schatten durch Geländer, Bäume oder Nachbargebäude?
- Alltag: Wird der meiste Strom tagsüber oder am Abend benötigt?
- Einrichtung: Welche Befestigung, Kabelwege und fachliche Unterstützung sind nötig?
Vom Verständnis zum passenden Set.
Im Setvergleich findest du Modulleistung, Speicherkapazität und Lieferumfang nebeneinander. Danach führt dich der Konfigurator durch Standort, System, Speicher, Befestigung und Anschluss. Seine Zusammenfassung macht sichtbar, welche Auswahl du getroffen hast und welche Teile zum Grundset gehören.
Wenn beim Standort oder der Befestigung noch etwas offen ist, hilft ein Foto zusammen mit den Maßen. Besprich die elektrische Einrichtung und gegebenenfalls den Einbau eines Smart Meters vorab mit einer Elektrofachkraft. So wird aus einer ersten Idee ein nachvollziehbar geplanter Einstieg.
